Unsere Produzenten

Mariangela Montanari

Wissenswertes über Vignola
Inmitteneines Hügelgebiets, 20 km von Modena und 30 km von Bologna entfernt, liegtVignola. Das Städtchen gilt nicht nur, aber besonders für historischinteressierte Wanderer als sehr attraktiv. Man kann hier schön von einer romanischenKirche zur nächsten gehen, die mittelalterliche, perfekt restaurierte Burgerklimmen, das historische Stadtzentrum durchschreiten und auf den Spurenillustrer Persönlichkeiten der Geschichte wandeln: Aus Vignola stammen u.a. derHistoriker Ludovico Antonio Muratori, der Kartograf Jacobo Cantelli und derArchitekt Jacobo Barozzi, bekannt für seine legendäre Spiraltreppe.Auchgenusshandwerklich betrachtet ist Vignola allerdings nicht zu verachten. In derVia Zanella gibt es einen Betrieb, gebaut in der regionaltypischen Art desSteinhofs. Hier haust und wirkt seit Generationen die Familie Montanari. 
Das Balsamico-Gen
DieTradition, Balsamessig zu produzieren, geht auf den Urgroßvater der heutigenChefin Mariangela zurück. Nach Alfonso ist auch der Betrieb benannt: la Cà delNôn bedeutet „Das Haus des Großvaters“. Alfonso, eigentlich Schreiner undFassmacher, hatte sich zum Balsamessigexperten entwickelt und seineLeidenschaft fürs Süßsaure offenbar auf Enkel Vittorio übertragen. Als Alfonsostarb, setzte Vittorio nämlich die vielfältigen Balsamico-Aktivitäten nicht nurfort, sondern wies auch seine Tochter (und Alfonsos Urenkelin) Mariangela insEinkochen des Mosts, ins Um- und Abfüllen usw. ein.Heuteführt Mariangela Montanari den Hof, zusammen mit ihrem Bruder und (immer noch)mit ihrem Vater. Kaum 30, hat sie schon schwer für den Erhalt und Ausbau desFamilienbetriebs geschuftet. Sie hat die Acetaia (das Essiglager unterm Dach)wiederaufgebaut und die Produktion modernisiert. Nicht ohne sich dabei in allenProduktionsdetails nach den strengen Regeln des „Konsortiums der Produzentendes traditonellen Balsamessigs von Modena“ zu richten. Denn fürBalsamico-Traditionalisten wie Mariangela gibt es viel zu beachten:ausschließlich weiße Trebbiano-Trauben verwenden, von Hand ernten, nach demPressen durch Tücher filtern, in großen Kupferkesseln kochen. Und dann folgt janoch das Entscheidende: der lange Umfüllprozess, bei dem der Essig über vieleJahre lang viele unterschiedliche Fässer durchwandert, bis bei den ältestenAceti nur etwa 10 Liter übrig bleiben. Mariangela pflegt dabei diefamilieneigenen Dosier-Geheimnisse von Urgroßvater und Vater anzuwenden. 
 
Balsamessig alsFamilienehrensache.
FürMariangela ist das Balsamessigmachen Ehrensache und Passion. Was man besondersspürt, wenn sie die alten Essigfässer auf dem Dachboden des Großvaterhausespräsentiert; oder die uralte Kollektion von Fassmacher-Werkzeugen (mit einigendavon hat Urgroßvater Alberto selbst noch hantiert).Ergebnisaller Sorgfalt und Mühen sind erstaunliche, unimitierbare Balsamessige (nochheute produzieren die Montanaris übrigens Serien von Balsamessig, die fast 100Jahre alt, also so etwas wie Alfonsos flüssiges Erbe sind): dunkelbraunglänzend, eigentümlich dickflüssig und von angenehmer Süßsäure. MariangelaMontanari empfiehlt als ultimativen Qualitätstest: Man lasse ein paar Tropfenechten, traditionellen Balsamessigs über die Rückseite eines Löffels gleiten;und staune.
Vecchio Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
Mitteleuropäer bringen Aceto Balsamico üblicherweise nur mit Salat in Verbindung. Mit dieser über 25 Jahre alten, dunkelbraunen, sirupartigen, süß-sauren Köstlichkeit kann und sollte man aber viel mehr machen.

100-ml-Flasche (14,90 €/100 ml)

149,00 €

Aceto Balsamico Tradizionale di Modena
Satte 12 Jahre alte, dunkelbraune, sirupartige, süß-saure Köstlichkeit. Mariangela Montanaris ganzer Stolz.

100-ml-Flasche (7,90 €/100 ml)

79,00 €

Zurück zur Übersicht
Mariangela Montanari

Wenn der Generationsvertrag aus Holzfässern besteht.