Unsere Produzenten

Karsten Ellenberg

Sich regen bringt Ackersegen
Kaum eine Kulturlandschaft steht so für ein Erzeugnis, wie die Lüneburger Heide mit der Kartoffel verbunden scheint. Und ein bisschen so ist es auch mit Karsten Ellenberg, dem Biobauern aus Barum, der sich mit seinem Engagement zur Erhaltung der Kartoffelsorte Linda nicht nur Freunde gemacht hat.

Mit der bunten Knolle ist es wie mit anderen Pflanzen und Tieren auch. Einfalt statt Vielfalt bestimmt die neuzeitliche Züchtungsarbeit. Dabei haben alte Kartoffelsorten nicht nur mehr Geschmack zu bieten, obendrein zeigen viele davon eine geringere Anfälligkeit gegen Krautfäule oder das Kraut wächst gar so rasant, dass weniger Beikräuter Platz finden. Und damit auch nicht gejätet werden müssen.
 
Kartoffeln sind nahrhaft, lecker und eine dankbare Frucht. Ein wichtiges Grundnahrungsmittel, dem die Vereinten Nationen 2008 gleich ein Jahr der Kartoffel widmeten. Wenn man Karsten Ellenberg zuhört, wie er die vielen alten Sorten liebevoll beschreibt, fühlt man sich eher an eine Weinverkostung erinnert: erdig, kremig, nussig oder scharf und immer wieder für Überraschungen gut.
 
Kartoffel auf der Erbse
Übrigens ist die so robust wirkende Kartoffel im tiefsten Innern eine empfindsame Seele. Auf Druck wie starkes Licht reagiert sie schnell beleidigt. Und zum Frühjahr hin steckt sie ihre letzte Kraft in den Versuch, sich zu vermehren und keimt fröhlich vor sich hin. Lagerkartoffeln wie die von Karsten Ellenberg, die nicht mit der chemischen Keule an ihren Frühlingsgefühlen gehindert werden, sind daher ab Mai regelmäßig ausverkauft. Dann heißt es warten auf die nächste Ernte im August. Die gewöhnlich zum Spargel gereichten Frühkartoffeln haben meist viel von der Welt gesehen, sind geschmacklich jedoch allenfalls ein kleines Trostpflaster.


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Karsten Ellenberg

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.