Unsere Produzenten

Dominik Memmler

Schwein möchte man sein. Zumindest eines, das hier im Hirschhof bei Familie Memmler lebt. Eigentlich macht Klaus Memmler in Holz, der gelernte Möbelschreiner bewirtschaftet mit seinem Sohn Dominik im Nebenerwerb aber noch den Hof. Die „Mohrenköpfle“ – so nennt man die Schwäbisch-Hällischen auch liebevoll, ihres schwarzen Kopfs wegen - sind ihr Ausgleich zum durchgetakteten Arbeitsalltag, ein Hobby, weniger Beruf, mehr Berufung. Seit 15 Jahren halten die Memmlers nach den Vorgaben der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall das Landschwein. In Württemberg ist man stolz auf die traditionsreiche alte Landrasse, die Anfang der 1980er Jahre nahezu ausgestorben war. Bauern wie den Memmlers ist es zu verdanken, dass es sie heute noch gibt.

Der familiengeführte Hof ist ein angenehm überschaubarer und sympathischer Gegenentwurf zu den großen Mastbetrieben, in denen stetige Prozess- und Kostenoptimierung die treibenden Kräfte sind. Bei den Memmlers ist es eine Mischung aus Leidenschaft, Engagement und Liebe zu den Tieren – auch wenn sich das im ersten Moment wie ein Widerspruch anhört. Die Schweine landen schließlich nach neun Monaten mit 85 bis 100 kg im nahegelegenen Schlachthof der Erzeugergemeinschaft. Bis es aber soweit ist, sollen sie ein schönes Leben haben. Ein Leben mit viel Luft, Licht und gutem Futter. Ein Leben in Matsch und Stroh.


Liebe zu Tieren, Leidenschaft für den Beruf


Der tägliche Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, eine halbe Stunde braucht Dominik Memmler morgens, bis alle Schweine versorgt sind. Und man weiß gar nicht, wer an diesem Morgen mehr Freude hat, wenn das Stroh von oben aus dem Heuboden auf die quiekenden Schweine regnet. Die Strohhaltung im Offenstall lässt den Schweinen viel Auswahl – ob sie sich im Freigehege austoben, im Schlamm suhlen oder ihr Geschäft verrichten wollen, bestimmen sie selbst. Und auch sonst führen sie ein schweinemäßig gutes Leben: Gerste, Weizen und  Erbsenschrot stammen zu 85 % aus eigenem Anbau, das Kraftfutter (Mais, Soja und Mineralien) aus der benachbarten Futtermühle. Das Futter, die artgerechte Aufzucht und der Verzicht auf Gentechnik, Leistungsförderer und Antibiotika sorgen für eine besonders gute Qualität des Schweinefleisches, eine feine Marmorierung, eine feste Speckauflage und – last but not least – einen ausgezeichneten Geschmack.

High End aus dem Ländle


Familie Memmler gehört zudem zu den sieben Höfen, die auch die Eichelmastschweine halten dürfen. Von Mai bis November sind die „Mohrenköpfle“ draußen auf der Weide und bekommen jeden Tag eine ordentliche Portion (ganze 20 Prozent!) frische Eicheln mit ins Futter. Nach knapp einem Jahr werden die zwischen 130 und 150 Kilogramm schweren Schweine geschlachtet. Das Fleisch der Eichelmastschweine weist die typische kräftige Marmorierung der Schwäbisch-Hällischen auf und ist von intensiv kernig-nussigem Geschmack.

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Dominik Memmler

High End aus dem Ländle