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In der Bretagne gibt es ganze vier Fischer, die sich auf Ike Jime spezialisiert haben. Entsprechend klein und begehrt sind ihre Fänge in ganz Europa. Wir empfehlen, unbedingt einen Teil als rohes Sashimi zu genießen.


Über Ike Jime - der japanischen Kunst, einen Fisch zu töten

In der japanischen Hochküche steht die Produktqualität über allem. Diese möglichst natürlich und frei von Ablenkung zur Geltung zu bringen, daran arbeiten Köche dort ein ganzes Leben. Und so wundert es nicht, dass auch das Töten von Fischen nach der „Ike Jime“ Methode dieses Ziel verfolgt: der größtmögliche Genusswert wird durch eine möglichst stressfreie Tötung und Entblutung erzielt. Üblicherweise lassen Fische bereits im Netz ihr Leben oder werden bei Angelware durch einen Kopfschlag betäubt und getötet. Genau wie beim Fleisch ist der damit verbundene Stress abträglich für die Qualität: die Muskulatur versäuert, die Totenstarre tritt schneller und heftiger ein, die Qualität des Fleisches sinkt.

Auch in Europa gehen Spitzenköche wie Heinz Reitbauer oder René Redzepi dazu über, Fische zu bevorzugen, die nach der „Ike Jime“ Methode getötet wurden. Freilich braucht es dafür zunächst sachverständige Fischer und Fischzüchter. Wildfangfisch muss zunächst lebend an Land verbracht werden und darf sich dort im Becken entspannen. Getötet wird der Fisch durch einen direkten Stich ins Gehirn. Dann wird er an den Kiemen eingeschnitten, so dass die Arterien getrennt werden. Bei kleinen Fischen wird anschließend die Wirbelsäule hinter dem Kopf getrennt und ein scharfer, stabiler Draht in den Kanal oberhalb des Rückenmarks geschoben und am Schwanz ein Schnitt in die Arterie vorgenommen. Bei großen Fischen wird dafür der Schwanz halb abgetrennt, wodurch Wirbelsäule und Arterien freigelegt werden, und der Draht von hinten eingeschoben. Das sorgt dafür, dass vom Rückenmark keine Befehle mehr an die Muskulatur des Fisches ausgehen, es gibt keine unwillkürlichen Zuckungen, die Muskeln übersäuern nicht.

Dann wird der Fisch in ein Becken mit Eiswasser gelegt, in dem er ausbluten und schnell abkühlen kann. Das ist wichtig, denn das Blut ist es, das für ein unangenehmes fischiges Aroma sorgen kann, wenn es sich zersetzt. Gut gekühlt muss der Fisch nun drei bis fünf Tage reifen, bevor er seine besondere Qualität preisgibt. Einige Köche reifen ihn sogar bis zu zwei Wochen.

Artikel 2084
Art Dicentrarchus labrax
Fangart Lebendfang aus bestandsschonender Küstenfischerei kleiner Boote (Handangel)
Haltbarkeit 1 Woche
Land Frankreich
Region überwiegend angelandet in Saint Quay Portrieux
Fanggebiet FAO 27.7 Nordostatlantik
Erzeuger Marie Luxe
Allergene Fisch
Nährwerte pro 100g Brennwert 415 kJ (99 kcal), Fett 2.5 g, davon gesättigte Fettsäuren 0,5 g, Kohlenhydrate 0 g, davon Zucker 0 g, Eiweiß 19.3 g, Salz 0.2 g
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