Unsere Produzenten

Laurent Mutel

Das Loire-Tal ist eine Gegend für Genießer – in vielerlei Hinsicht. Zwischen den prächtigen Schlössern gedeihen berühmte Weine und das knackig frische Obst und Gemüse hat der Region den Beinamen „Garten Frankreichs“ beschert. In loser Folge dazwischen gestreut liegen die Höfe der „Cooperative Agricole des Fermiers de l'Orleanais“, deren Freilandgeflügel unter Feinschmeckern einen besonderen Ruf genießt. In der Kooperative sind die strengen Anforderungen des Label Rouge das Maß aller Dinge, mit besonderem Augenmerk auf den Zusatz „Fermier“: Denn nur Tiere, die mit diesem Zusatz verkauft werden, stammen aus bäuerlicher Freilandhaltung.

Ebenfalls zur Kooperative gehört eine Futtermühle, die das rein natürliche Futter auf Getreidebasis (75 Prozent Korn und Mais, der Rest besteht aus pflanzlichem Eiweiß wie Erbsen, Raps, Sonnenblumen) erzeugt. Fisch- oder Tiermehl oder gar Wachstumsförderer, üblich in der konventionellen Geflügelzucht, sind streng verboten. Die Tiere dürfen langsam wachsen, meist sind es traditionelle Rassen und Kreuzungen, die viel Auslauf brauchen und bekommen. Viel Platz für maximales Hühnerglück also.

Würdevolle Aufzucht als Tradition


Laurent Mutel, ein kerniger Bauer mit einem von Wind und Wetter gegerbten Gesicht, hat auf seinem Hof drei solche Freilandgehege. Das ist auch die maximal zulässige Anzahl, die ein solcher Hof bewirtschaften darf. Jedes Freilandgehege erstreckt sich auf gut 9.000 qm und besteht vor allem aus Grasfläche, die von zahlreichen schattenspendenden Sträuchern und Bäumen unterbrochen wird. Denn vor allem in den Sommermonaten sucht das Geflügel gern schattige Plätze auf. Ein angrenzender Offenstall bietet den Junghühnern in den ersten sechs Wochen Schutz und Wärme. Auf der Freifläche - sie entspricht 1,25 Fußballfeldern - leben bis zu 4.000 Hühner. Das hört sich recht viel an, aber meist steht das gesellige Federvieh beieinander und man sieht große Teile der Wiesen sprießen. Mutel lässt seine Hennen und Hühner zusammen laufen, so haben es schon seine Eltern gemacht und so wird es wahrscheinlich auch sein Sohn machen. Ein Landhuhn darf bei ihm mindestens 91 Tage leben, dann kommt es zu Mathieu Ménard. Neben den Hühnern baut Laurent auch Buchweizen und Wein an. Wir sind ja an der Loire.

Strenge Kriterien, unbeschwerter Genuss


Freilandgeflügel mit dem Siegel „Label Rouge Fermier“ ist ein Qualitätsprodukt, für das die Franzosen gerne einen angemessenen Preis zu zahlen bereit sind - weil man weiß, dass dieser auch seine Berechtigung hat. Für jede Geflügelart gibt es ein festgesetztes Schlachtmindestalter zwischen 81 und 110 Tagen. Zum Vergleich: Masthähnchen aus konventioneller Zucht hängen im Schnitt nach 35 Tagen am Haken.

Außerdem ist bei der konventionellen Aufzucht vieles nicht transparent geregelt. Anders beim Orleonais-Geflügel: Alle Stufen der Produktionskette - Brüterei, Futtermühle, Geflügelhalter, Schlachthof - werden begleitet, so dass man auch wirklich sicher gehen kann, dass die Kriterien der Kooperative eingehalten werden. Auch in puncto Hygiene gelten strikte Regeln. Als wir eine halbe Stunde später die Blaufuß- und Perlhühner von Nicolas Sicard besuchen, müssen wir uns in blaue Overalls hüllen und unsere Schuhe in Desinfektionsmittel tauchen - bei hochsommerlichen 34 Grad kein Vergnügen, aber absolut richtig. Dafür kommen wir den Tieren so nah wie es eben möglich ist und können uns ein Bild davon machen, wie so ein glückliches Hühnerleben in Frankreich aussieht.

Herzlich Willkommen!

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