Unsere Produzenten

Giuseppe Napoletano

Die Arche Napoletano
Leicht oberhalb der Ferse des stiefelförmigen Italiens liegt Kampanien, welches das landwirtschaftlich bedeutende Agro Sarnese Nocerino-Gebiet einfasst. Hier, unter der väterlichen Obhut Giuseppe Napoletanos, wächst alljährlich die Tomatensorte San Marzano auf. Das Ungewöhnliche: San Marzano ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Nachdem vor Jahren eine Virose die meisten Bestände hingerafft hatte, gehört die Familie Napoletano zu den wenigen, die im Besitz des Saatguts sind.  
 
Tomatenwart Giuseppe
Giuseppe Napoletano schlendert täglich durch die Plantagen, observiert scharfäugig den Reifungsprozess der Tomaten und untersucht akribisch die Gesundheit der empfindsamen Nachtschatten­gewächse. Er darf ein wenig stolz sein: Seine San Marzano ist eine samenechte Sorte; das heißt, sie wurde nicht durch Gentechnik verschnickschnackt oder Kreuzungen verwässert. Die beste Chemikerin ist eben immer noch Mutter Natur, wie der Italiener anerkennend zuzugeben weiß.  
 
Vesuv sei Dank!
Feuchtwarmes Klima, oberflächennahes Grundwasser und Vesuvnähe begünstigen das Aufgehen der Saat. Machte die berühmtberüchtigte Magmaquelle einst dem prosperierenden Pompeji den Gar aus, finden die flaschenförmigen Tomaten auf der an vulkanischen Ablagerungen reichen Erde genau den richtigen Humus. Charakteristisch für die empfindliche San Marzano-Tomate sind der mannshohe Wuchs des Strauchs und der langsame Reifungsprozess der Frucht. Die Napoletanos ernten deshalb ausschließlich zwischen Juli und September. Ein mühseliger Vorgang, denn wegen der Sensibilität der Tomate kommt nur die traditionelle Erntemaschine Hand in Frage. Gepflückt wird in mehreren Durchgängen, denn die San Marzano darf erst bei Vollreife ins Körbchen; und Vollreife differiert bekanntlich von Frucht zur Frucht.