Einst mittelalterlicher Mittagssnack, dann Höhepunkt prunkvoller Festmahle in der Renaissance: Die Pastete ist Luxusgut und Armenspeise zugleich. Obwohl schon die Griechen Pasteten buken, ist sie für uns
urfranzösisch. Die Terrine, ihre Schwester ohne den Teigmantel, steht der Pastete in puncto feinem Geschmack in nichts nach. Fleisch, Geflügel oder Wild werden mit Leber zu einer geschmeidigen Farce verarbeitet – aromatisiert mit Kräutern, exotischen Gewürzen und Weinbränden. Eingeweckt im Glas ist sie als eine traditionelle Konserve für schlechte Zeiten viel zu schade. Sie ist Hochgenuss für besondere Anlässe. Cremig und zart schmeckt sie dann und zeigt ein feines Spiel zwischen der süßen Fülle von Leber und Wein, den Spitzen der Gewürze und dem bodenständigen Grundaroma des Fleisches.